Gesundheit

Wie man von „prosozialem Verhalten“ profitiert und warum es nicht immer angeboren ist

Zwei Studien lieferten spannende Ergebnisse zu prosozialem Verhalten: Sie kamen zum Schluss, dass es sich durch spezielle Training auch fördern lässt und auch bei sich selbst Stress reduzieren könne. /Bild: Fotolia
Wie man von „prosozialem Verhalten“ profitiert und warum es nicht immer angeboren ist

Wohl kaum etwas kann sich so gut anfühlen, wie das Gefühl, anderen zu helfen oder Gutes für andere zu tun. Das kann zum Beispiel auch Aktivitäten wie das Spenden für einen Wohltätigkeitsverein oder einfach das Teilen von wichtigen Inhalten auf Social Media, „sharing is caring“ meinen. Doch inwiefern profitieren auch wir selbst von prosozialem Verhalten und lässt es sich eigentlich auch trainieren?

Es kann helfen, Stress zu reduzieren

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Eine Studie untersuchte in ihren Analysen anhand von Tagebucheinträgen, ob prosoziales Verhalten die negativen Auswirkungen von (natürlich vorkommenden) Stressoren puffern könnte. Durchgeführt wurden die Studie am Department of Psychology, der University of California, Los Angeles sowie am Department of Psychiatry der Yale University School of Medicine unter der Leitung von Elizabeth B. Raposa, Holly B. Laws und Emily B. Ansell. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass das eigene prosoziale Verhalten eine effektive Strategie zur Reduktion der Auswirkungen von Stress auf die Psyche darstellen könnte. In diesem Sinne würden auch die HelferInnen von ihren guten Taten profitieren.

Übungssache?

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Werden wir mit der Neigung zu prosozialem Verhalten geboren oder können wir diese auch im Alltag durch gezielte Trainings erwerben? Eine Studie, durchgeführt von einem Forscherteam der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg, untersuchte über neun Monate hinweg den Einfluss unterschiedlicher Trainings auf prosoziales Verhalten. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse der Studie im Journal Scientific Reports. Im Rahmen der Studie nahmen die TeilnehmerInnen an verschiedenen mentalen Trainings teil, die auf Mediation basierten. Dabei wurden drei verschiedene Module belegt. Lediglich eines der drei Module, das “Affektmodul” bewirkte einen direkten Einfluss auf die Motivation der Teilnehmer, sich altruistisch zu verhalten: Im Affektmodul wurden Fähigkeiten wie Empathie, Dankbarkeit sowie die Motivation, sich prosozial zu verhalten, in den Fokus gestellt. Es zeigte sich, dass die Teilnehmerinnen nach den Übungseinheiten mehr Großzügigkeit aufwiesen und ihre Bereitschaft, spontan zu helfen, ausgeprägter war. Ebenso zeigte sich, dass die TeilnehmerInnen nach den Trainings höhere Beiträge an gemeinnützige Organisationen spendeten.

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