Buzz

Wie unsere Emotionen mit Musikklängen und Farben zusammenwirken

Musik assoziieren wir automatisch mit Gefühlen – und auch Farben, wie eine neue Studie zeigen konnte. / Bild: Fotolia
Wie unsere Emotionen mit Musikklängen und Farben zusammenwirken

Musik ist wohl untrennbar mit Emotionen verbunden: Nicht umsonst erhellen fröhliche oder optimistisch klingende Songs unsere Stimmung, während uns schwermütige Orgelmusik eher in Melancholie versetzt. Doch auch die Wahrnehmung von Musik, deren überbrachte Gefühle und damit assoziierte Farben sind ein spannendes Feld der Wissenschaft: Laut einer aktuellen Studie der University of California Berkely ist unser Gehirn darauf programmiert, Verbindungen zwischen Musik-, Farb- und Gefühlswahrnehmungen herzustellen.

Spiel der Sinne

farben
So wurde in der durchgeführten Studie etwa Mozarts Flötenkonzert Nr.1. in G-Dur eher mit leuchtenden und strahlenden Farbtönen wie etwa Gelb oder Orange assoziiert. Das eher triste Requiem in D-Moll hingegen wurde von den Probanden eher mit einem dunklen und bläulich wirkenden Grau in assoziative Verbindung gebracht. Die Ergebnisse der Studie fielen sehr deutlich aus und gaben einen eindeutigen Verweis auf die Verbindungen zwischen Farbe, Emotion und Musik. Unter Einsatz einer bestimmten Farbpalette konnte allgemein nachgewiesen werden, dass Menschen eher dazu tendieren, schneller verlaufende Musikklänge in Dur-Tonart mit helleren und leuchtenderen, gelben Farbtönen zu assoziieren. Langsamere, ruhigere Musik wurde eher mit dunkleren und grauen Farbtönen in Verbindung gebracht.

Sehr gut nutzbar

music
Die Studienergebnisse könnten Auswirkungen auf Kreativtherapie oder Marketing haben und etwa dafür verwendet werden, emotional ansprechende Musikvisualisierer zu produzieren. Ebenso könnten die Studienergebnisse einen interessanten Einblick in die Synästhesie geben, unter welcher man die Verkoppelung mehrerer Wahrnehmungsmodalitäten wie etwa Hören, Sehen oder Riechen versteht. Bei der Klang-Farbe-Synästhesie kommt es zum Beispiel zu einer durch Hören von Klängen ausgelösten Farbwahrnehmung. Ebenso konnten die Forscher daraus schließen, dass Musik kulturelle Barrieren überwinden könne: Demnach assoziierten Menschen der USA und Mexiko die gleichen klassischen Orchestermusik-Werke mit den gleichen Farben.