Diät

Wie wirkt sich Zucker auf den Schlaf aus?

Ein bewusster Zuckerkonsum vor dem Schlaf beeinflusst das Verlangen nach Zucker am nächsten Morgen. /Bild: Fotolia
Wie wirkt sich Zucker auf den Schlaf aus?
Melanie Payerl

Eine neue Studie hat gezeigt, dass sich Zucker negativ auf die Schlafqualität auswirken kann. Zucker hat großen Einfluss auf die menschliche Gesundheit, die Energie und auf den Schlaf. Es ist in erster Linie wichtig zu wissen, dass nicht alle Zuckerarten gleich wirken. Wenn wir an Zucker denken, denken wir häufig an Süßigkeiten, Schokolade oder Kekse. Jennifer Sygo, Ernährungsberaterin an der Cleveland Clinic Canada, erklärt,  dass Lebensmittel mit hohen Zuckerzusätzen den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe und ebenso schnell wieder abfallen lassen. Die Art von Zucker, die als gesund angesehen werden, sind natürlich vorkommende Zuckerarten, die etwa in Obst oder in Milch vorhanden sind.

Wie entsteht ein Zucker-Crash?

Zucker

Egal, in welcher Form Zucker aufgenommen werden, der Körper benötigt diesen um Energie herzustellen. Der Unterschied liegt dabei in der Zuckerart. Obst enthält neben Zucker auch Vitamine und Ballaststoffe. Alle diese genannten Aspekte tragen zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung bei. Zuckerhaltige Lebensmittel wie in Limonade, Keksen oder andere Süßigkeiten lassen den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe preschen und ebenso schnell wieder absinken, was einen Zuckercrash verursachen kann. Ein Zuckercrash führt zu Müdigkeit und Erschöpfung.

Wie wirkt der Zucker im Körper?

Wer früh zu Abend isst, sollte kein Problem mit einem hohen Anstieg des Blutzuckerspiegels in der Nacht haben. Denn dann bleibt genügend Zeit, damit sich der Blutzuckerspiegel wieder senken kann. Wenn Sie jedoch spät abends noch einen Film ansehen und dazu eine Packung Chips und eine Schüssel Popcorn verdrücken, kann das zu Verdauungsproblemen beim Einschlafen führen. Ein gestörter und erhöhter Insulinspiegel verursacht eine Stressreaktion, was bei vielen Menschen für heftiges Schwitzen oder Zittern sorgt und so auch den Schlaf beeinflusst. Spätes Essen am Abend sowie ein gesteigerter Zuckerkonsum sind ungesund für den Körper.

Guter Schlaf beeinflusst den Appetit nach dem Aufstehen

Schlafen

Während eine Reihe an Faktoren zu schlechtem Schlaf führen, kann guter Schlaf der Schlüssel zu einem geringeren Zuckerkonsum sein. Schlafmangel wird mit dem Hungerhormon Gherlin und dem Stresshormon Cortisol in Verbindung gebracht. Beide Hormone sind für ein erhöhtes Verlangen nach ungesunden Lebensmitteln verantwortlich. Da zuckerhaltige Lebensmittel meist gut schmecken, haben wir nach zu wenig oder einem schlechten Schlaf auch Lust darauf. Ein bewusster Zuckerkonsum vor dem Schlaf beeinflusst also das Verlangen nach Zucker am nächsten Morgen.