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Wieso Ballaststoffe so wichtig für uns sind

Ballaststoffe wirken sich positiv auf die guten Darmbakterien aus ! /Bild: Fotolia
Wieso Ballaststoffe so wichtig für uns sind
Trixi Kouba

Ballaststoffe sind wichtig für den Menschen. Wer viele Ballaststoffe zu sich nimmt, leidet seltener unter Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Herzkrankheiten. Dass Ballaststoffe essentiell sind, ist schon lange bekannt. Der Grund dahinter aber nicht. Jetzt haben Forscher das Rätsel um Ballaststoffe höchstwahrscheinlich gelöst: Eine hohe Ballaststoffzufuhr füttert die Darmbakterien und hält den Menschen damit über Umwege gesund.

Vollkornprodukte, Obst und Gemüse zählen zu den besten Quellen für Ballaststoffe. Die tägliche Empfehlung zur Aufnahme liegt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei mindestens 30 Gramm pro Tag oder 40 Gramm bei Diabetes. Viele Menschen erreichen diesen Wert aber nur schwer. Momentan nehmen Menschen durchschnittlich 25 Gramm täglich auf. Dabei haben Ballaststoffe viel zu bieten:

Gesund durch glückliche Bakterien

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Schwedische Forscher führten einige Experimente durch, um die Rolle von Ballaststoffen im menschlichen Körper zu ergründen. Offenbar wirken sie nicht direkt auf unseren Körper, sondern auf Umwegen, berichtet die New York Times. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Ballaststoffe die Millionen Bakterien in unserem Darm füttern. Geht es den Darmbakterien gut, läuft das menschliche Immunsystem besser. Die Bakterien bilden aus Ballaststoffen kurzkettige Fettsäuren, die eine wichtige Rolle in der Gesundheit spielen. Sie hemmen Entzündungen im Körper und stärken die Abwehr gegen Angriffe körpereigener Zellen wie es bei Autoimmunerkrankungen vorkommt.

In einem Experiment wurden Mäuse auf eine ballaststoffarme und stark fetthaltige Diät gesetzt. Als sie anschließend untersucht wurden, fanden die Forscher eine um das Zehnfache geschrumpfte Anzahl an Bakterienstämmen im Darm. Die Folge war eine schnelle Entwicklung chronischer Entzündungen in den Organen der Mäuse. Der Blutzuckerspiegel stieg und sie nahmen Gewicht zu. Die fehlenden Ballaststoffe hatten zur Verschlechterung der Gesundheit der Nager beigetragen.

Ballaststoffreiche Ernährung

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Wer sich ballaststoffarm ernährt, bringt sich folglich um viele positive Nebenwirkungen. Die für den Menschen essentiellen Darmbakterien schrumpfen in ihrer Anzahl, weniger kurzkettige Fettsäuren werden hergestellt, da es den Bakterien an Nahrung fehlt. Um auf den empfohlenen Richtwert an Ballaststoffen zu kommen, kann mit Naturreis sowie Brot und Nudeln in Form von Vollkornprodukten viel erreichen. Dazu drei Portionen ballaststoffreiches Gemüse (auch Hülsenfrüchte) und zwei Portionen Obst pro Tag sättigen den Bedarf.