Ernährung

Winterzeit: Immer schön hydriert bleiben

Auch wenn das Durstgefühl nicht stark ist - der Körper braucht Flüssigkeit ! /Bild: Fotolia
Winterzeit: Immer schön hydriert bleiben
Catharina Kaiser

Hydriert zu bleiben ist nicht nur während der Sommermonaten essentiell, sondern auch im Winter unglaublich wichtig. Allerdings denkt man gerade in der kalten Zeit  viel zu wenig daran ausreichend Wasser zu trinken. Klar, immerhin neigen ja die wenigsten bei 0 Grad zu Schweißausbrüchen. Doch schwitzen und Hitze sind bei weitem nicht der einzige Gründe warum man genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen soll. Im Winter braucht der Körper nämlich ebenso viel Flüssigkeit. Denn die Mischung aus Kälte und Heizungsluft führt in ähnlicher Weise zu einer Austrocknung von Haaren, Haut und Atmungssystem. Wasser trinken und stets hydriert bleiben ist also das A und O.

Kälte draussen, Wüstenlandschaft drinnen

Wer im Winter aus dem Fenster blickt und entweder Regen oder Schnee sieht würde nicht unbedingt auf die Idee kommen, dass er sich in einer ziemlich trockenen Umgebung befindet. Im Grunde sind die Innenräume der Wohnungen durch mangelnde Luftfeuchtigkeit aber so etwas wie Wüstenlandschaften – zumindest für den Körper. Generell sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 50 % liegen. Dann fühlt sich der Körper so richtig wohl. Sinkt dieses Level ab, so können Haut, Lippen und Haare austrocknen, die Kehle kratzen, Juckreiz entstehen oder Erkältungen und Husten auftreten. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist allerdings ebenfalls problematisch, da im Innenraum zum einen Schimmel sowie muffige Gerüche entstehen können und man selbst Allergien oder Asthma entwickeln kann. Das Problem ist also nicht so sehr das Wetter, als der Raum indem man sich aufhält. Obwohl es kalt ist, ist es dennoch relativ feucht. Problematisch wird es allerdings sobald man zu heizen beginnt und somit die Luftfeuchtigkeit reduziert. Häufig beträgt diese dann nur noch mickrige 10 %, was deutlich unter den empfohlenen Werten liegt. Es ist also wichtig das richtige Feuchtigkeitsniveau zu finden – doch wie genau schafft man das?

Luftfeuchtigkeit adé

Die Reaktion, oder besser gesagt die Veränderung der Luftfeuchtigkeit ist für viele Menschen ziemlich mysteriös. Geht man beispielsweise von einer Außentemperatur mit -12,2 Grad mit 70 % Luftfeuchtigkeit aus, so würde man nicht mit den extremen Schwankungen rechnen, die das Einheizen mit sich bringt. Wird der Raum nämlich erhitzt und sei es nur auf 20 Grad, so sinkt die Luftfeuchtigkeit auf magere 7  %. Selbst der trockenste Ort der Welt, die Atacama-Wüste, hat übrigens eine durchschnittliche Luftfeuchtigkeit von etwa 17 %. Der Grund für diese drastische Abnahme ist in der Luftbeschaffung zu finden. Nachdem die Luft im Sommer warm ist, kann diese nämlich mehr Feuchtigkeit in sich tragen, weshalb die generelle Luftfeuchtigkeit natürlich ebenso hoch ist. Im Winter ist die Luft dagegen kühler und somit trockener, da sie die Feuchtigkeit nicht in sich aufnehmen kann. Um den Körper zu hydrieren braucht es also ein paar Tricks.

Wie bleibt man hydriert ?

Die einfachste Antwort darauf wäre wohl mehr Wasser zu trinken. Im Winter ist das allerdings gar nicht so leicht wie man meinen möchte. Da die Temperaturen kühler sind, sinkt nämlich auch das Durstgefühl weshalb man gerne auf das Glas Wasser vergisst. Doch nur weil die Kehle nicht schon staubtrocken ist, bedeutet es nicht dass der Körper genügend Flüssigkeit hat. Es ist also praktisch eine schleichende Dehydration, die man lange gar nicht registriert. Abgesehen davon, dass man dem Körper gibt was er so dringend braucht, hilft Flüssigkeitszufuhr im Winter auch dem Immunsystem auf die Sprünge und stärkt es für den Kampf gegen Bakterien und Grippewellen. Weiterhin die empfohlene Menge an Wasser zu trinken ist aber nur eine Möglichkeit um auch in der kalten Jahreszeit hydriert zu bleiben. Laut Dr. Karen James, Wissenschaftlerin am MDI Biological Laboratory, kann auch die Luftfeuchtigkeit im Innenraum erhöht werden, um das zu erreichen. Wer sich nicht gleich einen Luftbefeuchter zulegen möchte kann beispielsweise die Badezimmertür während dem Duschen geöffnet lassen, oder die Wäsche zum Trocknen im Schlafzimmer aufhängen. Außerdem eignen sich Suppengerichte ideal um den Körper trotz fehlendem Durstgefühl mit Flüssigkeit zu versorgen. Nebenher kann auch die Dekoration in der Wohnung indirekt dazu beitragen den Körper hydriert zu halten. So gelten Zimmerpflanzen aufgrund der Transpiration im Wesentlichen als die Luftbefeuchter der Natur, da sie das durch die Wurzeln aufgenommene Wasser in Form von Wasserdampf durch ihre Blätter abgeben. Dieser wichtige Prozess bewirkt logischerweise ebenfalls dass die Luftfeuchtigkeit im Innenraum erhöht wird.

Glücklicherweise gibt es folglich eine Vielzahl effektiver Methoden um den Körper auch während der Wintermonate hydriert zu halten. Egal ob man sich nun ein entspannendes Bad gönnt, oder eine schmackhafte und zugleich noch wärmende Suppe kocht. Jeder Trick ist erlaubt, solange man sich nur stets bewusst ist, dass Hitze alleine nicht der einzige Grund ist um ausreichend Wasser zu trinken.