Bewegung

Wissenschaft: Bewegung macht glücklicher als Geld

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Bewegung auf Dauer glücklicher macht als ein hohes Einkommen/ Bild: Fotolia
Wissenschaft: Bewegung macht glücklicher als Geld
Paulin Klärner, BA

Wie positiv sich Bewegung auf den gesamten Organismus auswirkt ist mittlerweile wohl weitgehend bekannt. Sport sorgt für eine gesunde Balance von Körper und Psyche, entspannt, entstresst, wirkt zahlreichen Krankheiten entgegen und macht glücklich. WIE glücklich, zeigt eine aktuelle Studie von Forschern der Yale und Oxford University.

Sport oder Geld?

In ihrer Studie, welche im Fachblatt „The Lancet“ veröffentlicht wurde, untersuchten die Forscher die körperliche Betätigung, die psychische Verfassung und das Einkommen von über 1,2 Millionen Amerikanern. Unter anderem mussten die ProbandInnen im Rahmen der Untersuchung Fragen wie „Wie viele Male haben sie sich in den letzten 30 Tagen schlecht gefühlt – sei es wegen Stress, einer depressiven Verstimmung oder (emotionalen) Problemen?“. Außerdem mussten die Versuchskaninchen ihre körperliche Aktivität mithilfe von 75 Auswahlmöglichkeiten, wie Rasenmähen, mit den Kindern spielen, die Wohnung putzen, Joggen, Radfahren etc. einordnen.

Die Ergebnisse:

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Die Studie zeigt klar und deutlich, dass sich Menschen, die sich regelmäßig ausgiebig bewegen im Schnitt nur 35 Tage im Jahr schlecht fühlen, während inaktive Menschen 18 Tage mehr mit ihrer Stimmung zu kämpfen haben. Außerdem stellten die Wissenschaftler fest, dass sich Menschen, die regelmäßig Sport machen gleich glücklich einschätzen wie jene die inaktiv sind, aber 25.000 Dollar mehr im Jahr verdienen. Demnach müsste man um einiges mehr verdienen, um jenes Happiness-Level zu erreichen, das man auch einfach mit Bewegung auslösen kann. Trotzdem weisen die Forscher darauf hin, dass immer mehr Sport nicht zwingend immer glücklicher macht, sondern im Gegenteil auch negative Auswirkungen haben kann, wenn man übertreibt.