Bewegung

Wissenschaft: Deshalb hilft Yoga bei Schlafstörungen

Studien zufolge kann die meditative Sportart die Schlafqualität nachweislich verbessern/ Bild: Fotolia
Wissenschaft: Deshalb hilft Yoga bei Schlafstörungen
Paulin Klärner

Yoga ist auch in unseren Breiten bereits für seine zahlreichen positiven Auswirkungen auf Köper und Seele bekannt und beliebt. Eine aktuelle Schlafstudie bestätigt nun, dass sich die beruhigende Sportart auch nachweislich auf unsere Schlafqualität auswirkt.

Schlafstörungen sind keine Seltenheit

Die hektische Zeit, in der wir leben führt nicht selten zu Erschöpfungszuständen, die sich unter anderem in Schlafstörungen äußern können. Doch auch zahlreiche weitere Ursachen – wie eine instabile, zu Ängsten und Depressionen neigende Persönlichkeit, berufliche oder private Probleme, körperliche Beschwerden und vieles mehr – können die Schlafqualität negativ beeinflussen. Und schlechter Schlaf wirkt sich auf Dauer extrem negativ auf unseren Organismus aus.

Studien zeigen, dass Menschen mit chronischem Schlafmangel ein erhöhtes Risiko entwickeln, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, der Stoffwechsel wird verlangsamt, der Appetit gesteigert, der Cortisol(Stresshormon)-Spiegel im Körper steigt und so weiter und so fort. Um einen guten Schlaf zu gewährleisten, empfehlen Experten regelmäßige Auszeiten, Entspannung und ausreichend Bewegung.  Yoga vereint all diese Dinge – und hilft so, die Schlafqualität langfristig zu verbessern. Dies bestätigt nun auch eine Studie der Harvard University, im Rahmen derer ProbandInnen mit Schlafstörungen über acht Wochen lang regelmäßig Yoga praktizierten und dabei beobachtet wurden. Das Ergebnis: Die TeilnehmerInnen schliefen während dieser Zeit nachweislich besser als zuvor.

Warum hilft Yoga beim Schlafen?

yoga

Die Forscher führen die schlaffördernde Wirkung von Yoga auf die meditative Natur der Sportart zurück. Durch die Konzentration, die bewusste Atmung und die daraus resultierende Tiefenentspannung wird Stress reduziert und Sorgen und Ängste werden Schritt für Schritt abgebaut. Das Gleichgewicht von Körper und Seele, das durch die indische Praktik erzielt wird, wirkt auch nach den Übungen nach. Yoga hilft laut einer weiteren Studie der Boston University School of Medicine, den Spiegel des Botenstoffs „Gamma-Aminobuttersäure“ im Gehirn anzuheben, wodurch sich seine beruhigende, angstlösende und schlaffördernde  Wirkung optimal entfaltet.