Gesundheit

Wissenschaft warnt: Gesundheitsrisiken des Klimawandels

Die Erderwärmung wirkt sich laut Studien auch enorm auf die Gesundheit von Menschen aus/ Bild: Fotolia
Wissenschaft warnt: Gesundheitsrisiken des Klimawandels
Paulin Klärner

Seit Jahren warnt die Wissenschaft vor den zahlreichen Folgen des Klimawandels. Und immer noch gibt es Menschen – unter ihnen auch mächtige politische Entscheidungsträger – die das Problem trotz aller Warnungen nicht ernst nehmen wollen. Luftverschmutzung, Hitzewellen, Überschwemmungen, Waldbrände, Artensterben, extreme Temperaturen… die zahlreichen Auswirkungen der Erderwärmung sind nicht mehr zu übersehen. Nun warnen ForscherInnen auch vermehrt vor den gesundheitlichen Folgeschäden, die der Klimawandel mit sich bringt. Zahlreiche Studien der vergangenen Jahre wiesen bereits auf die möglichen Auswirkungen hin: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden Atemwegserkrankungen durch höhere Temperaturen verschlimmert, Hitzeschocks werden vor allem für ältere Menschen ein immer größeres Risiko und neuen Forschungsergebnissen des US Global Change Research Program zufolge würde Hitze sogar die Rate von aggressivem Verhalten, Gewalt und Selbstmord in die Höhe treiben.

Gesundheitliche Folgen des Klimawandels

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In einem aktuellen Bericht der „Dachorganisation der nationalen Wissenschafts-Akademien in der EU“ wurden mehrere Studien der vergangenen Jahre analysiert und zusammengefasst. Die Ergebnisse zeigen klar und deutlich: Wenn die Politik nicht JETZT die geplanten Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen umsetzt, könnte es bald zu spät sein, die Folgen zu revidieren. Die Gesundheitsrisiken, die die Erderwärmung mit sich bringt umfassen laut den ForscherInnen unter anderem hohe Belastungen durch Hitze, zahlreiche Folgeschäden von Luftverschmutzung und eine schnellere Verbreitung von Infektionskrankheiten. „Die Ergebnisse zeigen, dass der Klimawandel die menschliche Gesundheit beeinträchtigt und die Gesundheitsrisiken voraussichtlich zunehmen werden“, heißt es in einer Aussendung der Akademien-Dachorganisation EASAC.

Was kann man selbst tun?

Durch den Konsum regionaler und saisonaler Produkte, das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel, einem reduzierten Fleischkonsum, weniger Plastikmüll und einem bewussteren Umgang mit dem alltäglichen Konsumverhalten im Allgemeinem kann jeder Einzelne etwas zum Schutz des Planeten und folglich auch zum Schutz seiner eigenen Gesundheit und der seiner Kinder und Kindeskinder beitragen. Besonders zentral sei laut Wissenschaft aber freilich das sofortige Handeln der MachtträgerInnen dieser Welt. Die Ziele des Pariser Klima-Abkommens müssen umgesetzt werden und die Gesellschaft muss unaufhörlich aufgeklärt und im Kampf gegen den Klimawandel tagtäglich bestärkt und unterstützt werden.