Gesundheit

Work-Life-Balance: 5 Tipps, damit sie leichter gelingt

Fehlende Work-Life-Balance macht krank. Deshalb ist es wichtig, einen gesunden Ausgleich zu finden/ Bild: Fotolia
Work-Life-Balance: 5 Tipps, damit sie leichter gelingt
Paulin Klärner, BA

„Work-Life-Balance“ – ein Begriff, der in unserer hektischen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Mittlerweile gilt chronischer Stress auch aus medizinischer Sicht als Auslöser zahlreicher psychischer und körperlicher Erkrankungen und der Ausgleich von Berufs- und Privatleben rückt immer mehr in den Mittelpunkt eines bewusst gesunden Lebens. Für sich selbst herauszufinden, wo die eigenen Grenzen liegen und was man braucht, um einen gesunden Ausgleich zu schaffen, ist aber alles andere als ein Kinderspiel. Eine Balance zwischen Freizeit und Job, Studium oder Elternschaft zu finden, erfordert jede Menge Konsequenz und Selbstreflexion. Wir haben 5 Grundregeln zusammengefasst, mit denen die „Work-Life-Balance“ leichter gelingt:

1. Arbeit und Freizeit klar voneinander trennen

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Wird der Arbeitsplatz verlassen, so muss dies nicht nur physisch sondern auch psychisch von statten gehen. Arbeitsstress hat in den eigenen vier Wänden nichts verloren. Wer sich hier nicht bewusst abgrenzt, läuft auf Dauer große Gefahr, sich zu überfordern.

2. Gesunde Entspannung lernen

Jeder Mensch – ganz gleich ob Workaholic im Büro, Mama von 3 Kindern oder Studentin – muss für sich selbst Wege finden, in einem gesunden und langfristig realistischen Rahmen Enspannung zu finden. Zwar kann das beliebte Feierabend-Bier hierbei manchmal recht hilfreich sein, auf Dauer tragen Alkohol und Co jedoch bekannterweise nicht zu mehr Ausgeglichenheit bei – im Gegenteil. Ein gutes Buch, Musik, regelmäßige Bewegung, ein Telefonat mit der besten Freundin, gemeinsames Kochen mit dem Liebsten, ein paar Stunden alleine… es gibt zahlreiche Wege, sich selbst Gutes zu tun. Und umso früher man seine ganz persönlichen, wohltuenden Rituale findet, desto leichter fällt es, in stressigen Phasen in die dringend nötige Entspannung zu gehen.

3. Reflektieren

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Man lebt nur einmal. Sich seine eigene Sterblichkeit vor Augen zu führen und sich immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, dass man dieses eine Leben genießen und so gut wie möglich nutzen sollte, kann hilfreich sein, seine Prioritäten neu zu ordnen. Darf der Job mein ganzes Leben einnehmen? Müssen Familie und Freunde hinten angestellt werden? Müssen wir uns bis zur Pension dumm und dämlich arbeiten, nur um dann ein paar entspannte Jahre zu erleben? Solche und ähnliche Fragen können dabei helfen, herauszufinden, was man vom Leben will und wie man seine begrenzte Energie einteilen möchte. Außerdem eröffnen sich dadurch nicht selten ganz neue Möglichkeiten alternativer Lebenskonzepte.

4. Soziale Kontakte pflegen

Kaum etwas wirkt so entspannend und wohltuend wie gute Gespräche und schöne Erlebnisse mit Menschen, die man liebt. Soziale Kontakte sorgen für Ausschüttung von Glückshormonen, halten uns geistig fit und helfen uns dabei, Probleme aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Deswegen sind Freundschaft, Familienzusammenhalt und glückliche Liebesbeziehungen für eine gesunde Work-Life-Balance unabdinglich. Diese konsequent zu pflegen ist folglich ein Muss!

5. „NEIN“ sagen lernen

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Ob in Beziehungen, Freundschaften, innerhalb der Familie oder im Job – zu lernen, sich abzugrenzen und auch mal „Nein“ zu sagen ist unglaublich wichtig für ein langfristig glückliches und gesundes Leben. Auch wenn uns das Leistungsgesellschafts-Teufelchen auf unserer Schulter Gegenteiliges ins Ohr flüstert: Man darf überfordert sein, man darf sagen „Das schaffe ich nicht“ oder „Das ist mir zu viel“. Seine eigenen Grenzen zu kennen und diese zu respektieren ist DIE Prävention für Herzinfarkt, Depression, Burnout und Co.