Bewegung

Yoga mal anders

Yogilates verbindet entspannende Elemente des Yoga mit den körperstraffenden des Pilates. /Bild: Fotolia
Yoga mal anders
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Yoga erlebt in Europa seit einigen Jahren einen wahren Boom, in dessen Zuge sich diverse unterschiedliche Yoga-Stile entwickelt haben. Mittlerweile ist Yoga nicht mehr nur eine Sportart für Körper, Seele und Geist gleichermaßen, sondern ein spiritueller Ansatz, nach dem Menschen ihr Leben ausrichten. Viele moderne Sportarten integrieren darum Yoga-Elemente, um eine ganzheitliche Ausrichtung ihres Programms zu erreichen. Davon profitiert der menschliche Körper auf unterschiedliche Weise. Wir stellen 3 Yoga-Stile vor.

Yogilates – Eine Mischung aus Yoga und Pilates

Die Wirkung von Yoga und Pilates auf den menschlichen Körper wurde von diversen wissenschaftlichen Arbeiten belegt. So kommt etwa eine Magisterarbeit der Universität Wien zum Schluss, dass Pilates bei regelmäßiger Anwendung zu einer signifikanten Stärkung der tiefliegenden Bauchmuskulatur führt. Ähnliches ist auch bei Yoga der Fall, denn im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten erreichen die Yoga-Übungen durch den Fokus auf die Atmung auch die tiefliegenden Muskelschichten, etwa die des Beckenbodens.

Beim YogaPilates oder Yogilates verbinden sich die entspannenden Elemente des Yoga mit den körperstraffenden und rückenstärkenden des Pilates. Kräftigende Elemente wechseln sich mit Atemübungen ab. Somit stellt Yogilates nicht nur eine sanfte Trainingsmethode für jedermann dar, entsprechende Übungen verhelfen auch zu einem gesunden Beckenboden.

Deep Work – Training für tiefe Muskelschichten

Deep Work ist eine relativ neue Sportart, die Elemente aus Yoga und Pilates mit modernem Tanz vermischt. Der Name ist tatsächlich Programm, denn die Übungen stärken vor allem die tiefliegenden Muskeln – und zwar einzig durch den Einsatz des eigenen Körpergewichts, Deep Work ist insbesondere für Menschen geeignet, die ganzheitlich trainieren wollen, da es nicht nur um die Stärkung der Muskulatur geht, sondern auch um den Energiefluss im Körper. Die integrierten Atemübungen sorgen dafür, dass die verschiedenen Trainingsphasen in einem Flow durchgeführt werden können.

Cantienica-Beckenbodentraining

Beckenbodentraining wird oft für eine reine Frauensache gehalten, dabei können auch Männer davon profitieren. Schließlich wirkt Beckenbodentraining nicht nur bei der Rückbildung nach einer Schwangerschaft, sondern auch bei Rückenproblemen wie einer Wirbelsäulenverkrümmung oder einem Beckenschiefstand – und darunter können beide Geschlechter leiden. In erster Linie vermittelt Cantienica eine Anleitung für eine gesunde Körperhaltung, indem man sich die Tiefenmuskeln und deren Aktivierung vorstellt. Die Begrifflichkeiten sind speziell, man muss erst einmal für sich selbst spüren, was „in das rechte Becken einatmen“ genau bedeutet. Doch schnell merkt man den meditativen Charakter der Instruktionen und trainiert so nicht nur die Muskulatur, sondern entspannt auch den Geist.

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