Geburt

Zwischen Vorfreude und Angst: 3 häufige Mythen rund um die Geburt

Eine Geburt verläuft so individuell, wie die Frau selbst ist. Komplikationen können dabei nie gänzlich ausgeschlossen werden. / Bild: Fotolia
Zwischen Vorfreude und Angst: 3 häufige Mythen rund um die Geburt

Über die Geburt ranken sich viele Mythen, für viele Frauen ist das Geburtsgeschehen schon im Vorhinein negativ konnotiert und mit Ängsten und Unsicherheiten behaftet. Fest steht: Jede Geburt ist individuell, so wie auch jede Frau einzigartig ist. In diesem Kontext lassen sich deshalb auch keine Verallgemeinerungen – egal ob negativ oder positiv – treffen. Einige Mythen können jedoch ganz sicher als solche „entlarvt“ werden:

Eine natürliche Geburt ist immer schmerzhaft

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Eine Geburt ist an sich kein Spaziergang. Doch genauso wenig muss sie so dramatisch verlaufen, wie wir es teilweise aus Filmen kennen. Dabei sind die Schmerzen bei der Geburt sehr stark vom Schmerzempfinden der Frau abhängig. Während sich diese für manche wie intensive Menstruationskrämpfe anfühlen, empfinden andere schmerzvolle wehenartige Wellen. Dabei ist es laut Dr. Elana Pearl-Ben Joseph manchmal nicht der Schmerz der Wehen an sich, sondern die Tatsache, dass die Kontraktionen in immer geringeren Abständen wiederkehren, die belasten. Damit bleibt den Gebärenden immer weniger Zeit zum Entspannen. In einem Geburtsvorbereitungskurs können verschiedene, entspannende Atemtechniken erlernt werden, die die Geburt positiv unterstützen können.

Du wirst stundenlang in den Wehen liegen

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Nicht nur die Schmerzen während der Geburt, sondern auch die Dauer des gesamten Geburtsprozesses sind so individuell wie die Frau selbst. Geht man von einer Statistik der WHO aus, so dauert eine Geburt in der Regel nicht länger als etwa 12 Stunden. Dabei kann Entspannung einen besonders positiven (verkürzenden) Einfluss auf die Geburtsdauer haben.

Ein Dammschnitt ist meist nötig

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Dieser medizinische Eingriff wird heute in der Regel nicht mehr standardmäßig durchgeführt, um Dammrissen vorzubeugen. Als Frau sollte man sich bereits vor der Geburt dagegen aussprechen, wenn er nicht bzw. nur unter bestimmten medizinisch erforderlichen Konditionen durchgeführt werden soll. Dies kann etwa sein, wenn ein Dammriss droht, weil keine Zeit für eine langsame Dehnung bleibt oder auch bei bestimmten Komplikationen, wenn der Kopf des Babys zu groß ist. Eine sorgfältige Dammpflege bereits vor der Geburt kann das Risiko von Verletzungen während der Geburt minimieren.

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